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Ist der Cobot-Trend schon überholt?
Fünf Thesen zu IT Security
Datenstrategie: Diese Fragen sollten sich Unternehmen stellen
Messeduo als Branchenbarometer heimischer Industriepioniere
Sechs Sonderschauen, die Sie nicht verpassen sollten

Ist der Cobot-Trend schon überholt?

Im Vorfeld der Smart Automation hat sich Reed Exhibitions Austria aufgemacht Trends in der Robotik zu suchen und diese auch gefunden. Welche Wege Hersteller und Forscher derzeit gehen und warum die Mensch-Maschinen-Kollaboration dabei längst nicht mehr die Hauptrolle spielt. 

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Nicht nur Cobot im Kopf: Längst bestimmen nicht nur mehr kollaborierende Roboter den Industriealltag. Es gibt neue Bewegungen am Markt.

 

Seit Jahren bestimmen Cobots, sogenannte kollaborierende Roboter, die Automatisierungswelt. Sie sind DIE Trend-Geschöpfe in der Industrie. Das Versprechen: Menschen können die Helfer schnell programmieren, problemlos mit ihnen zusammenarbeiten und die Roboter flexible einsetzen, wenn sich Aufgaben ändern. Smart-Automation-Veranstalter Reed Exhibitions Austria hat sich aufgemacht weitere Trends in der Robotik zu suchen und diese auch gefunden.

 

Trend Nummer 1: Die Roboter-Roboter-Kollaboration

Gerade in der Nachbearbeitung von gedruckten Bauteilen, gewinnt dieser Trend immer mehr an Bedeutung.

Die Mensch-Roboter-Kollaboration war das bestimmende Thema in den vergangenen Jahren. Doch mit mehr Automatisierung beispielsweise in der Nachbearbeitung im 3D-Druck-Bereich gewinnt die Roboter-Roboter-Kollaboration an Bedeutung. Doch um zwei Roboter Hand in Hand arbeiten zu lassen und die Prozesssicherheit zu gewährleisten, werden aufwendige Programmierungen benötigt. Hier setzt die Dissertation von Maximilian Wagner von der TH Nürnberg an. Sein Ziel war es, Methoden zu entwickeln, um aus der Prozessbewegung automatisiert die Bearbeitungsbahnen für die zwei kooperierenden Roboter zu erzeugen und daraus ohne menschliche Eingriffe die Roboterprogramme zu generieren. „Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Erforschung der Prozess-Aufteilung auf mehrere Robotersysteme, beispielsweise bei technischen Prozessen, wie dem Kleben oder Polieren. Dabei ist es von Vorteil, wenn Werkzeug und Werkstück sehr präzise zueinander ausgerichtet und bewegt werden. Vergleichbar ist dies beim Menschen mit einer zweihändigen Arbeitsweise“, erklärt Wagner, der heute bei Schaeffler arbeitet. In seiner Forschungsarbeit konnte Wagner außerdem nachweisen, dass sich durch die Kooperation von Robotern ein Vorteil für die Erreichbarkeit von Bearbeitungspunkten ergibt. „Mit den erforschten Methoden wird der Einsatz kooperierender Roboter in der Industrie in Zukunft erheblich vereinfacht. Für diese zukunftsorientierte und interdisziplinäre Forschung bietet das Nürnberg Center of Technology die idealen Voraussetzungen“, so Professor Peter Heß von der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik der TH Nürnberg.

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Sehr viele Anwendungsmöglichkeiten: Die Logistik als neuer Spielplatz der Roboter. 

 

Trend Nummer 2: Die mobile Robotik

Ein weiterer Trend im Robotikmarkt: Mobile Anwendungen. Vor zehn Jahren waren fahrerlose Transportsystem technologisch der „letzte Schrei“. Doch durchgesetzt haben sich die Lösungen nicht. Oder doch?

Seit einigen Monaten entstehen wöchentlich neue Firmen, die sogenannte Automated Guided Vehicles (AGV) oder nur Automated Vehicles (AV) dem Markt anbieten. Patente sind gefallen, die Rechenleistung ist vorhanden, Sensoren sind günstiger geworden und die Automobilindustrie läutet Schritt für Schritt das Ende der Elektrohängebahn ein. Bosch Rexroth hat den Trend mit seinem Active Shuttle früh erkannt, bietet seine Laserlokalisierung mittlerweile sogar als Komponente für die Branche an. 50-mal pro Sekunde bestimmt die Laserlokalisierungssoftware die exakte Position von Fahrzeugen aller Art innerhalb von Hallen, ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen, versprechen die Entwickler. Als Komponente für selbstfahrende Fahrzeuge, Gabelstapler oder Milk-Runs erstellt sie dynamische Karten ihres Einsatzgebiets. Die Software ermöglicht so ein autonomes Navigieren für mobile Plattformen. Erfasste Bewegungsdaten gesteuerter Fahrzeuge können außerdem für die Optimierung des Flottenmanagements genutzt werden. Übrigens: Ausgerechnet ein Vorchdorfer KMU beliefert hier die ganz Großen. BMW, VW, Lufthansa und Siemens setzten schon lange auf die pfiffigen grünen Flitzer von Agilox, die mit Schwarmintelligenz weltweit Lagerhallen erobern.

 

Trend Nummer 3: Die Logistik-Roboter

Paletten, Verpacken, Kommissionieren: Das Lager findet viele Einsatzmöglichkeiten unserer maschinellen Helfer.

Apropos Gabelstapler und Logistik – in den Lagern dieser Welt arbeiten immer mehr Roboter, nicht nur als Transportmittel. Sie erobern die Depalettierung oder Kommissionierung. Wobei gerade im Lebensmittelbereich das Picken und Verpacken einzelner Tomaten in einer Tüte den Systemen oft noch schwerfällt. Für diese Art von Robotern fehlt übrigens noch eine klare Definition am Markt. Sind Roboterbauer hier Partner von Generalunternehmern wie Witron, SSI Schäfer oder Knapp?  „Theoretisch ja“, erklärt Martin Stich von Witron. „Andere Systemanbieter bedienen sich bei Unternehmen wie Fanuc oder ABB. Soll heißen: Was für die SPS oder den Antrieb gilt, gilt auch für den Roboter.“ Aber: „Wir erleben einen Hype. Dabei arbeiten wir schon lange mit Robotern, denn ein Roboter ist ein Handhabungsgerät, das den Menschen unterstützt und von einem Computer gesteuert wird.“ Nicht mehr und nicht weniger. 

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Weg vom Generalist: Roboter erobern immer spezifische Aufgabengebiete. 

 

Trend Nummer 4: Der spezialisierte Roboter

Eine Bewegung geht weg vom Generalisten, den klassischen Sechs-Achs-Knickarmroboter.

„Roboter sind Generalisten, wir bauen Spezialisten“, fasst Martin Stich eine Entwicklungsrichtung zusammen. Seine Herausforderung: Die COM als Roboter arbeitet mit schwer handhabbaren Produkten - mit höchster Verfügbarkeit, Leistung und Lebensdauer. „Wir bauen Roboter – unsere COM – für unsere Kunden, für besondere Aufgaben.“ Und die Forschung gibt Stich und seinen Kolleginnen und Kollegen recht. „Für mich ist ein Roboter nicht nur der klassische Sechs-Achs-Knickarmroboter“, erklärte Professor Birgit Vogel-Heuser von der TU München auf dem ZVEI Jahreskongress in Berlin. Es gäbe viele Robotikanwendungen, beispielsweise in der Verpackungsindustrie, so die Wissenschaftlerin vom Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme. Für Sie ist klar: Spezifischen Robotern sind ein Wettbewerbsvorteil deutscher und österreichischer Unternehmen.

Fünf Thesen zu IT Security

KI wird uns retten? Als Mittelständler bin ich nicht in Gefahr. Wir kennen alle Tricks? Die Fachmesse Smart Automation macht IT-Security zum Thema und dafür hat Veranstalter Reed Exhibitions fünf Thesen ausfindig gemacht und hinterfragt. 

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Der Mensch bleibt größte Gefahr: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen verstehen, wie sie auch selber Sicherheitslücken schließen können.

 

These Nummer 1: Machine Learning und Künstliche Intelligenz machen uns sicherer: Jein!

Machine Learning (ML) existiert in der IT Security-Welt schon seit vielen Jahren. Moderen Anti-Viren-Software käme ohne maschinelles Lernen nicht mehr hinterher, um Schadsoftware zu detektieren. Gleichzeitig erkennen ML-Verfahren Anomalien in Netzwerken oder am Endpoint beim Nutzer zur Identifizierung mittels historischer Daten, wie schnell der Benutzer beispielsweise sein Passwort eingibt. Doch seit einigen Monaten werben einige Unternehmen mit KI basierter Security. Experten warnen: Diese Anwendungen ersetzen keinen Grundschutz. Manche sprechen von einem Marketing Hype. Fest steht: KI erleichtert die Analyse der Opfer. Mit KI-Tools kann ich riesige Datensätze analysieren und mir Zielpersonen raussuchen, denn der Mensch bleibt der Unsicherheitsfaktor.

 

These Nummer 2: Die größte Gefahr bleibt der Mensch: Ja!

Angriffe auf Firmeninfrastruktur muss nicht immer kompliziert sein. Viele Unternehmen machen es Eindringlingen sehr leicht. Experten empfehlen: Mitarbeiter schulen, Grundschutz ernst nehmen, Assets in der Fabrik analysieren und schützen. Dynamische Gefahrenabwehr als statische Sicherheit. Das bedeutet: regelmäßig schulen, informieren, nachhalten und patchen. Wichtig: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen verstehen, wie sie auch selber Lücken schließen können. ITler und Anwender müssen eine gemeinsame Sprache finden.

 

These Nummer 3: Ich als Mittelständler bin kaum gefährdet, uns kennt kaum jemand: Nein!

Den Automobilzulieferer Gedia kannten auch nur Branchenexperten, der Automatisierer Pilz ist auch vor allem Brancheninsidern bekannt gewesen und der Werkzeughersteller Einhell ist medial auch nicht dauerpräsent. Die Täter haben auch den Mittelstand im Visier, weil sie dort auf Lücken hoffen.

 

These Nummer 4: Neue Angriffs-Szenarien entstehen: Jein!

Traditionelle Angriffsszenarien überwiegen heute. In der jüngsten Zeit waren es vor allem Erpressungsversuche, die ganze Firmen lahmlegten. Doch mit KI und ML entstehen neue Gefahren. Unternehmer müssen sich zukünftig fragen: Wer hat den Algorithmus für die Security entwickelt, gibt es eine „Backdoor“? Der Algorithmus muss sich ausweisen. Stichwort: Trustworthy zu Deutsch Glaubwürdigkeit. Die Angriffsszenarien ändern sich. Angreifer müssen nicht unbedingt den Strom abstellen, sondern können Datenbestände verändern, damit verändern sie Modelle und Anwendungen. Adversarial Attacks sind eine neue Gefahr. Bilderkennungssysteme werden mittels Aufkleber bewusst manipuliert. Pixelveränderungen können ein Vision-System komplett lahmlegen bzw. falsche Informationen/Befehle ausgeben.

 

These Nummer 5: Der Mittelstand wird bei IT Security Normen oft vergessen! Nein!

In jüngster Zeit wurden dem Mittelstand mit der ISO 2700x, dem deutschen BSI Grundschutz und auch des recht jungen VdS 10000 passende Frameworks zur Verfügung gestellt. Mit dem zuletzt genannten wird nun sogar auch zum ersten Mal explizit der Mittelstand adressiert, für den es bisher oftmals zu aufwendig war, ein Informationssicherheits- managementsystem (ISMS) nach ISO 27001 oder BSI Grundschutz zu etablieren. 

Datenstrategie: Diese Fragen sollten sich Unternehmen stellen

Wenn Daten der neue Produktivitätsfaktor eines Unternehmens sind, dann fehlt leider vielen die nötige Strategie dahinter. Reed Exhibitions macht Datenstrategie zum Thema auf der Smart Automation in Wien und hat einen Experten vorab um Tipps gebeten.  

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Boden, Kapital, Arbeitskraft und immer wichtiger Daten: Das sind die Produktionsfaktoren eines erfolgreichen Unternehmens.

 

Daten sind das neue Öl? Ja, eh. Viele Mittelständler können diesen Satz nicht mehr hören. Aber: Daten sind ein neuer Produktionsfaktor – zusätzlich zu Boden, Kapital und Arbeitskraft. Viele Unternehmen machen sich auf den Weg und sammeln Daten, doch es fehlt an einer Strategie. Martin Szugat von Datentreiber verrät im Podcast „KI in der Industrie“, wie eine Datenstrategie aussieht und welche Fragen sich die Entwickler und Geschäftsführer stellen sollten:

·         Wo wollen wir als Unternehmen hin? Anwenderperspektive einnehmen. 

·         Wo stehen wir als Unternehmen gerade?

·         Wie kommen wir dahin, wo wir hinwollen?

·         Wie können wir Daten verwenden, um unser Ziel zu erreichen?

·         Welche analytischen Anwendungsfälle helfen uns auf dem Weg?

·         Welche Werkzeuge brauchen wir dafür - bspw. Datenbanken?

·         Welche ExpertenInnen brauchen wir dafür?

·         Welche Daten brauche ich für die Anwendungsfälle?

·         Haben wir im Unternehmen diese Daten? Wenn Nein, wie kommen wir an diese Daten?

©Datentreiber
„Entscheidend ist das Design aus der Anwenderperspektive.“ Martin Szugat, Inhaber und Geschäftsführer von Datentreiber

 

Daten sind DER Hebel zur Effizienzsteigerung

Daten sind ein Produktivitätsfaktor geworden. Dabei bestätigt Szugat im Gespräch, dass in der Industrie die größten Hebel für Effizienzsteigerungen zu finden sind. Szugat bietet Datenstrategie-Workshops an - für die Industrie, aber auch für den Handel oder die Marketingbranche. Das Team arbeitet mit sogenannten Design Kits, die auf Canvas-Methoden beruhen. Am Anfang steht ein zweitägiger Workshop. An diesem nehmen alle Stakeholder in dem Projekt teil, um den Ist-Zustand zu analysieren. Danach werden Prozesse, Anwendungsfelder und Problemstellungen identifiziert und dann Lösungen gesammelt und nach Komplexität priorisiert. „Wir müssen vom Ende her denken, wen unterstützen wir, welches Problem hat der Anwender, welche Ziele hat er, welchen Handlungs- und Entscheidungsspielraum hat er und wer ist der Anwender?“ Am Ende der zwei Tage sollte auch eine Datenlandschaft entstehen. Diese beantwortet die Fragen: Wo sind die eigenen und die fremden Daten und wo sind noch Lücken? An diesem Punkt kann dann eine erste Schätzung erfolgen, ob sich das Projekt überhaupt rechnet. „Entscheidend“, so Szugat „ist das Design aus der Anwenderperspektive.“

 

Es braucht nicht immer Big Data

Wie steht es um die Verfügbarkeit von Daten? „Viele Unternehmen haben viele Daten und wollen dann sofort mit Machine Learning oder Deep Learning starten, aber vielen fehlt das Datenstrategiedesign.“ Wichtig ist zunächst ein „ordentliches Berichtswesen“ aus der Fertigung. Man müsse nicht immer Big Data-Projekte fahren, es gehe um die richtigen Daten, so Szugat. „Oft werden diese noch gar nicht erfasst.“ Deshalb braucht es die oben genannten Schritte. Übrigens: Mit dem Themen Industrial IoT, Künstliche Intelligenz und OPC UA widmet sich auch die Fachmesse Smart Automation dem Thema Daten. Heißer Tipp: Das Vortragsprogramm auf der Smart Bühne.

Messeduo als Branchenbarometer heimischer Industriepioniere

Dank der Digitalisierung greifen die Welt der Automatisierung und die der Fertigung immer enger ineinander. Eine branchentechnische Verzahnung, der das Messeduo Intertool & Smart Automation Austria gerne Rechnung trägt. Veranstalter Reed Exhibitions will Synergien veranschaulichen und macht damit das Wiener Fachmesseduo zur Wissensplattform der heimischen Industrieelite.

©Reed Exhibtions Austria / David Faber
Die Zukunft im Blick: Nicht nur Datenbrillen prägen mittlerweile das Bild der produzierenden Industrie. Die Digitalisierung wird zum Erfolgsgarant und Differenzierungsmerkmal am Markt. Ein Trend, der das Messeduo Intertool & Smart Automation Rechnung trägt. 

 

Nicht nur der Trumpf Maschinen Austria widmet heuer seinen Intertool-Messeauftritt einem virtuellen Schwerpunkt, auch der Smart-Austeller Phoenix Contact will mit digitalen Dienstleistungen seinen Kunden einen Zusatznutzen stiften. Zwei Welten, die ein und dasselbe Thema zum Treiber neuer Geschäftsbereiche machen. „Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde, es dreht sich vieles darum“, so Thomas Lutzky. Der Geschäftsführer von Phoenix Contact sieht den Verbund mit der Intertool als eine Chance für jeden Besucher „sich an einem Tag in beiden Welten informieren zu können.“ Ähnlich sieht den Querverbund Gerhard Karner, Vertriebsleiter bei Trumpf. Der Paschinger Maschinenbauer will unter dem Messemotto „Let’s talk“ auf der Intertool sein Image als Lösungsanbieter weiter feinschleifen. „Eine langfristige Strategie, die die vernetzte Fertigung in den Vordergrund stellt“, so Karner. 

©Reed Exhibtions Austria / David Faber
Die Digitalisierung unterstützt Blechfertiger bei der täglichen Arbeit. Auf der Intertool zeigen sie neue Lösungen für die vernetzte Fertigung

 

Messe als Gradmesser der heimischen Konjunktur

Stehen diese beiden Aussteller beispielhaft für das harmonierende Messeduo, so pusht Veranstalter Reed Exhibitions mit seinem Rahmenprogramm zusätzlich jene Themen, die beide Branchen beschäftigen. (Anm.: Siehe sechs Sonderschauen, die Sie nicht verpassen sollten.). Für Barbara Leithner, Managing Direktorin bei Reed Exhibitions, dient der Auftritt des produzierenden Wirtschaftssektors einerseits als jobtechnischer Umschlagplatz, aber andererseits auch als Gradmesser der heimischen Konjunktur. „Das Wiener Messeduo wird zum Treffpunkt von Politik, Gesellschaft und Industrie, denn kein anderes Format vermag alle Steakholder sowie Fachkräfte geballt an einem Ort zu versammeln“, so Leithner. Für einen der größten Smart-Aussteller verläuft die Konjunktur 2020 übrigens besser als erwartet. Beckhoff-Geschäftsführer Armin Pehlivan will ein konjunkturelles Aufatmen wahrgenommen haben. Ein Wandel, dem Beckhoff wohl selber Rechnung trägt, sieht sich das Unternehmen neuerdings als mechatronischer Brückenbauer. „Wir verketten zunehmend die Welt der Elektronik mit der Welt der Mechanik“, so Pehlivan.

©Reed Exhibtions Austria
„Das Wiener Messeduo wird zum Treffpunkt von Politik, Gesellschaft und Industrie, denn kein anderes Format vermag alle Steakholder sowie Fachkräfte geballt an einem Ort zu versammeln.“ Barbara Leithner, Managing Direktorin bei Reed Exhibitions

 

40 Jahre Intertool: Österreichs Pioniere am industriellen Puls der Zeit 

Ein Jubiläum gibt es auch zu feiern - die Intertool wird 40. Ein runder Geburtstag, der mit Stimmen aus der Vergangenheit greifbarer wird. Karl Wiefler gilt als Urgestein der Branche. Der Geschäftsführer von GGW Gruber war schon bei der allerersten Intertool im Jahr 1980 dabei. „Damals gab es nur vereinzelt automatisierte Werkzeugmaschinen“, erinnert sich Wiefler. „Dreh- und Fräsmaschinen wurden zumeist über Handräder manuell bedient.“ Dass sich seither viel getan hat, ist klar. Dies hat auch die Längenmess- und Prüftechnik (die Spezialität von GGW Gruber) stark verändert. Waren seinerzeit die Messwerte nur analog über einen Nonius ablesbar, „sind unsere Systeme heute durch die Digitalisierung vollautomatisiert und können mannlos über Nacht arbeiten“, so Wiefler. „Etwas, das zur Zeit der ersten Intertool unvorstellbar gewesen wäre“. 

©Reed Exhibitions Austria / David Faber
Wichtigste heimische Plattform: 40 Jahre Intertool: Österreichs einzige Fachmesse für Fertigungstechnik feiert ihr Jubiläum mit vielen Branchengrößen.

 

Wie wichtig die Intertool im Verbund mit der Smart Automation für den heimischen Markt ist, weiß auch Gerhard Melcher. Der Vertriebs- und Marketingleiter bei Boehlerit ist jährlich auf über 25 Industriemessen vertreten, fühlt sich aber der Heimat am stärksten verbunden. Deswegen rücken die Steirer Werkzeugspezialisten hier sogar mit drei Produktpremieren an. (Anm.: Zu sehen im Steirereck Halle A) Zur Konjunkturlage meint Melcher übrigens: „Wir haben die Talsohle der Beruhigung erreicht und gehen mit einer Seitwärtsbewegung ins Jahr 2021.“ 

 

Alles neu macht der Mai? Zumindest setzt die Branchenplattform „Intertool & Smart Automation“ ein starkes Zeichen in punkto Erwachen eines wirtschaftlichen Optimismus gepaart mit bunten Produktinnovationen. Eine Messe, als Wissensplattform, die Menschen mit Kontakten, Wissen und Emotionen verbindet. 

Sechs Sonderschauen, die Sie nicht verpassen sollten

Mehr als reine Ausstellerstände: Mit diesen sechs Sonderschauen holt Veranstalter Reed Exhibitions die Besucher des Messeduos Intertool & Smart Automation am thementechnischen Puls der Zeit ab. 

©Reed Exhibitions Austria / David Faber
Sechs Sonderschaun runden das Programm des Messeduos Intertool & Smart Automation ab. 

 

Austrian 3D Printing Forum by Succus 

Was: Im angrenzenden Congress Center bietet Konferenzveranstalter Succus, einen vertiefenden Einblick in die 3D Druck-Materie. Tickets und Anmeldung unter: www.3d-printing-forum.at

Wo: Congress Center

 

Autstanding Award by WEKA Industrie Medien

Was: Schulklassen diverser HTLs können ihre Maturaprojekte einreichen, die dann vor Ort von einer Jury, bestehend aus Unternehmen der Industrie und dem Fachmagazin Autlook, bewertet werden. Grand Finale und Siegerehrung finden am DI 12. Mai um 17 Uhr statt.

Wo: Smart Automation Bühne, Halle A

 

Prozesskette.at

Was: Ein einzigartiger Firmenverbund ballt Fachwissen rund um die lückenlose Umsetzung von mehrstufigen Fertigungsprozessen. Teilnehmer: GGW Gruber, Hermle, Index-Werke, Wedco, Westcam, Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH und Zoller.

Wo: Intertool, Halle B

 

Steirereck

Was: Von Kernöl und echter steirischer Technologiekompetenz an Sachen Metallverarbeitung zeigen diese Unternehmen, was es heißt Marktführer zu sein. Mit dabei sind Boehlerit, Oerlikon Balzers Coating Austria GmbH, Dustcontrol GesmbH, Carl Zeiss Industrielle Messtechnik, Wikus Austria GmbH, TCM Austria, Area m Styria GmbH.

Wo: Intertool, Halle A

 

Intertool-Bühne by X-Technik

Was: Gemeinsam mit Reed Exhibitions präsentiert der Fachverlag X-Technik die „Vorsprung durch Know-how“-Bühne. Persönlichkeiten der Branche geben Einblicke in erfolgreiche Fertigungsphilosophien sowie einen Ausblick in die Zukunft der Zerspanungstechnik.

Wo: Intertool, Halle B

 

Smart Automation-Bühne 

Was: Neue digitale Geschäftsmodelle, Industrial IoT, Edge Computing, Künstliche Intelligenz und kollaborierende Robotik: Diese Bühne widmet sich Themen, die die Branche wirklich bewegen. Die Devise lautet: keine Firmenpräsentationen, sondern echte Best Practice Beispiele. 

Wo: Smart Automation, Halle A